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Neubau für fünf Milliarden Euro: Infineon eröffnet am 2. Juli Chipfabrik in Dresden

Es ist die größte Investition in der Unternehmensgeschichte von Infineon. Fünf Milliarden Euro investiert Deutschlands größter Halbleiterproduzent in seine vierte Fab in Dresden. Nun steht das Eröffnungsdatum fest.

Lesedauer: 2 Minuten

So weit war der Bau des neuen Infineon-Werks an der Königsbrücker Straße in Dresden im Dezember 2025 voran geschritten. Inzwischen ist auch die Ausrüstung mit Maschinen in vollem Gange. Mit dem Neubau sollen rund 1.000 zusätzliche Jobs entstehen. Quelle: Torsten Fiedler, Stadtentwässerung Dresden

Nora Miethke

Dresden . Jetzt steht der offizielle Eröffnungstermin für die neue Chipfabrik der Infineon Technologies AG in Dresden fest. „Mit unserer Smart Power Fab in Dresden kommen wir sehr gut voran. Das Team macht Tempo. Der Bau liegt vor Plan. Wir werden die Fabrik bereits Anfang Juli eröffnen“, kündigte Vorstandschef Jochen Hanebeck heute auf der Hauptversammlung in München an.

Auf Nachfrage von sächsische.de bestätigte Deutschlands größter Halbleiterhersteller, dass der offizielle Eröffnungstermin der 2. Juli 2026 ist – einen Tag vor Beginn der Sommerferien in Sachsen. Ob Bundeskanzler Friedrich Merz oder die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, zur Eröffnung kommen werden, wollte Infineon am Donnerstag nicht beantworten. „Wir erwarten hochrangige politische Gäste und werden darüber im unmittelbaren Vorfeld der Veranstaltung informieren“, hieß es nur. Zum Spatenstich im Mai 2023 waren der damalige Bundeskanzler Olaf Scholz und Ursula von der Leyen extra angereist.

Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG, wird voraussichtlich noch bis Ende März 2032 an der Spitze des Halbleiterherstellers stehen.
Jochen Hanebeck, Vorstandsvorsitzender der Infineon Technologies AG, wird voraussichtlich noch bis Ende März 2032 an der Spitze des Halbleiterherstellers stehen.
Quelle: Peter Kneffel/dpa

Standorterweiterung in Dresden: Größte Investition in der Unternehmensgeschichte

„Genau zur richtigen Zeit“, wie Hanebeck findet. Den Hochlauf der Fabrik werde man nach Bedarf flexibel steuern. „Also Kapazität dann, wenn unsere Kunden sie brauchen”, so der Infineon-Chef. Es ist davon auszugehen, dass die Produktion schnell ansteigen wird. „So können wir die rasant wachsende Nachfrage nach unseren KI-Chips bestmöglich bedienen“, sagte Hanebeck vor den Aktionären in München.

Infineon investiert in die Standorterweiterung in Dresden insgesamt fast fünf Milliarden Euro – die höchste Investition in der Unternehmensgeschichte. Davon sind rund eine Milliarde Euro Fördermittel, die die Steuerzahler tragen. Momentan werden in der neuen Fab Fertigungsanlagen, Medieninfrastruktur und das Transportsystem installiert. Es sollen 1000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen.

Ein großer Teil der Stellen konnte über das Berufsausbildungsprogramm besetzt werden, dass der Chiphersteller in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut hat. „Die übrigen Fachkräfte haben wir vor allem regional und überregional rekrutiert und konnten vereinzelt auch internationale Fachkräfte für uns gewinnen“, betont eine Sprecherin am Dresdner Standort auf Nachfrage. So seien auch 10 weitere Nationalitäten hinzugekommen. Infineon beschäftigt in Dresden derzeit etwa 3900 bis 4000 Mitarbeitende aus 50 verschiedenen Nationen.

Vertrag von Hanebeck verlängert

Die Bezeichnung „Smart Power Fab“ für die neue hochmoderne 300-Millimeter-Fertigungsstätte in Dresden mit einem Reinraum über zwei Etagen bezieht sich auf das Ziel, intelligente, energieeffiziente Leistungs- und Steuerungs-Halbleiter zu produzieren, die in der Automobilindustrie, bei erneuerbaren Energien oder in KI-Rechenzentren gebraucht werden.

Jochen Hanebeck wird noch einige Jahre an der Vorstandsspitze die Entwicklung des Dresdner Standorts steuern. Der Dax-Konzern beabsichtigt, seinen Vertrag vorzeitig bis Ende März 2032 zu verlängern. Er wäre planmäßig am 1. April 2027 ausgelaufen. Der offizielle Beschluss des Aufsichtsrats soll im Mai erfolgen.

SZ

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