Dresden. Sachsen bietet die besten Bedingungen für Familienunternehmen. Zumindest bei den Flächen-Bundesländern lässt der Freistaat die Konkurrenz hinter sich. Zu diesem Ergebnis kommt der zweite Bundesländerindex der Stiftung Familienunternehmen in Kooperation mit dem ZEW Mannheim. Mit rund 59 Punkten verdrängt Sachsen damit Bayern von der Spitze auf Platz zwei. Vor allem in der Kategorie „Arbeit & Humankapital“ konnten die Sachsen punkten. Auch in den Bereichen „Infrastruktur“ und „Finanzierung“ überzeugte der Freistaat.
Insgesamt wurden in der Untersuchung zahlreiche Faktoren zu fünf Subindizes zusammenfasst: Steuern, Arbeit/Humankapital, Finanzierung, Infrastruktur und Institutionen. Sachsen und Bayern haben insgesamt die mit deutlichem Abstand besten Ergebnisse erzielt, wobei die Schwächen hierzulande bei Steuern und Institutionen liegen während in Bayern die Infrastruktur noch Luft nach oben lässt. In diesem Bereich konnte übrigens Niedersachsen viele Punkte sammeln. Ein Schwerpunkt hier ist die Elektrizitätsversorgung, die im Süden höhere Netzentgelte aufweist. Insgesamt sei die Bewertung komplex und lasse sich nicht ausschließlich politischen Entscheidungen zurechnen, so Prof. Dr. Friedrich Heinemann, Leiter des ZEW-Forschungsbereichs „Unternehmensbesteuerung und Öffentliche Finanzwirtschaft“. (an)


