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Sachsen kaufen weniger im Internet ein

Die Umsätze im Versand- und Internethandel sind 2023 deutlich zurückgegangen. Auch insgesamt hat der Einzelhandel zu kämpfen - außer in einem Bereich.

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Man sieht einen Amazon-Paketboten.
Onlinehändler wie Amazon machen in Sachsen ein schlechteres Geschäft. © dpa-Zentralbild

Von Tobias Winzer

Sachsens Einzelhändler haben im vergangenen Jahr unterm Strich ein schlechteres Geschäft gemacht. Das größte Minus gibt es beim Versand- und Online-Einzelhandel – nach starken Zuwächsen während der Corona-Zeit. Das geht aus der Umsatzstatistik des Statistischen Landesamtes in Kamenz vom Mittwoch hervor.

Demnach erreichten die Umsätze im sächsischen Einzelhandel im Jahr 2023 einen Anstieg um 1,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Das Wachstum ist jedoch vor allem durch die Inflation bedingt. Legt man die Preise des Jahres 2015 zugrunde, lag der Umsatz um 4,1 Prozent unter den Werten des Jahres 2022.

Schlüsselt man diese Daten auf, gab es in fast allen Branchen Umsatzverluste. In Supermärkten und Warenhäuser ging der Umsatz real um zwei Prozent zurück. Nach Angaben der Statistiker ist dies besonders relevant, da der Umsatzanteil dieser Wirtschaftsgruppe am Einzelhandel insgesamt mehr als 40 Prozent ausmacht. Am deutlichsten waren die Verluste mit real 11,3 Prozent beim Versand- und Internet-Einzelhandel. Lediglich der Einzelhandel für den Freizeitbereich, also Sport, Bücher, Musik, Spielwaren, konnte im Jahr 2023 deutlich größere Umsätze erzielen als ein Jahr zuvor. Sie stiegen real um 6,6 Prozent.

Selbst das Weihnachtsgeschäft brachte keine Trendwende. Im Dezember 2023 lagen die Umsätze des Einzelhandels in den aktuellen Preisen auf dem Vorjahresniveau, preisbereinigt um 2,7 Prozent unter denen von Dezember 2022. Die größten Verlierer waren hier ebenfalls der Internet- und Versandhandel (real -12,6 Prozent) sowie der Einzelhandel mit Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik (real -5 Prozent).

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