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Sachsens Tourismus feiert Erfolge – und braucht dennoch Unterstützung

Der Landestourismusverband hatte die Politik zum Frühstück eingeladen - und servierte neben positiven Zahlen auch mehrere Wünsche für die Zukunft.

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Touristen im Dresdner Zwinger
Nicht nur Dresden lockt jährliche Touristen aus aller Welt an - Sachsen gilt als besonders gastfreundliches Bundesland. Doch die Branche braucht in Krisenzeiten auch politischen Rückhalt. © Sven Ellger

Dresden. Der sächsische Tourismus ist gut aufgestellt, um wettbewerbsfähig zu bleiben, benötige er aber auch in Zukunft „aktive Unterstützung durch die Politik“. Das ist ein Ergebnis des Tourismuspolitischen Frühstücks des Landestourismusverbandes Sachsen (LTV), das in diese Woche stattfand und an dem neben den Abgeordneten des Sächsischen Landtages auch Tourismusministerin Barbara Klepsch teilnahm. Der LTV forderte dabei im Namen der Branche eine „verlässliche und zukunftsorientierte Tourismuspolitik des Freistaates“. Der Tourismus sei mit über 9,3 Milliarden Euro Umsatz und rund 190.000 Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen ein zentraler Wirtschafts- und unverzichtbarer Standortfaktor, insbesondere für den ländlichen Raum.

„Trotz der großen Herausforderungen, vor denen der Freistaat bei der Aufstellung seines neuen Doppelhaushalts 2027/2028 steht, ist ein Aufwuchs der Tourismusförderung auf ein stabiles, angemessenes Niveau notwendig. Tourismus stärkt schließlich nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Lebensqualität im ganzen Land. Besonders für den ländlichen Raum braucht es Unterstützung, etwa durch die Wiederauflage der Förderrichtlinie Ganzjahrestourismus oder einen Lastenausgleich für Kur- und Erholungsorte, für den wir uns einsetzen“, so LTV-Präsident Alexander Dierks.

Kur- und Erholungsorte stärken
Zu den Erwartungen und Wünschen des Verbandes gehören die verbindliche Umsetzung des „Masterplans Tourismus“ im Doppelhaushalt 2027/28, verlässliche Fördermöglichkeiten für Investitionen und die Stärkung der Kur- und Erholungsorte sowie des Kinder- und Jugendtourismus.
Aktuellen Prognosen zu Folge werde die Marke von 20 Millionen Übernachtungen im Jahr 2025 voraussichtlich nicht erreicht, so der LTV und verweist auf eine „spürbare Konsumzurückhaltung und Preissensibilität“. Kurzurlaube und Städtetrips würden aufgrund der wirtschaftlichen Lage häufiger verschoben. Dennoch freut man sich über viel positive Resonanz. Laut der Plattform Booking.com gehört Sachsen 2026 erstmalig zu den gastfreundlichsten Regionen der Welt und belegt zudem unter den Bundesländern erneut Platz 1. (an)


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