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Wie Mensch und KI zusammenpassen

Das Dresdner Unternehmen SupraTix entwickelt digitale Lern- und Arbeitssysteme. Im zehnten Jahr des Bestehens will man gleich drei anspruchsvolle Projekte voranbringen.

Lesedauer: 3 Minuten

Eine Gruppe von Menschen sitzt in einem Vortragsraum.
Welche KI-Konzepten sind trag- und anschlussfähig? Bei der Jubiläumsveranstaltung der SupraTix GmbH ging es auch darum. Foto: PR

Von Annett Kschieschan

Dresden. Mensch und KI – wie passt das zusammen? Diese Frage war noch nie so aktuell wie gegenwärtig. Die Künstliche Intelligenz prägt immer mehr Berufe und Arbeitsfelder. Das verändert Jobs nachhaltig und stellt Betriebe, Verwaltungen und Organisationen auch vor Herausforderungen. Bei dem Dresdner Technologieunternehmen SupraTix ist man sich sicher: „Nicht Technologie verändert die Welt. Menschen tun es – wenn sie Verantwortung übernehmen.“ Unter diesem Motto stand jetzt eine Veranstaltung aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Firma, die seit 2016 digitale Plattformen, Wissenssysteme sowie Lern- und Arbeitsumgebungen für Organisationen aus Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung entwickelt. Man wolle „künstliche Intelligenz nicht als Ersatz für Menschen verstehen, sondern als Werkzeug für ihre Stärken“, so Tobias Göcke, Mitgründer und Geschäftsführer der SupraTix GmbH bei der Jubiläumsveranstaltung im Haus der Presse in Dresden.

Gemeinsam in einem Boot

Wie das aussehen kann, zeigte ein Blick auf einige Projekte aus dem SupraTix-Netzwerk – etwa das AI Valley, das KI-Projekte sichtbar macht und Experten aus Industrie, Wissenschaft und Start-ups zusammenbringt, oder die Initiative „Lernendes Dresden“. Vor allem aber hat man bei SupraTix die Zukunft im Fokus. So wurde unter dem Motto „FLOW – Zusammen in einem Boot – Zukunft gestalten“ an ganz konkreten Herausforderungen für Bildung, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft gearbeitet. „Die Ergebnisse wurden strukturiert erfasst, um im Nachgang im SupraWorx weiterbearbeitet und für Anschlussprojekte nutzbar gemacht zu werden“, heißt es aus dem Unternehmen, das drei Schwerpunkte setzt. Da ist zum einen SupraTank – gemeint ist neue „Infrastrukturidee für gesellschaftliche Selbstwirksamkeit“. Die Idee dahinter: Menschen, Kompetenzen, Ideen, Kapital, Daten, lokale Erfahrungen und wissenschaftliches Wissen sollen in einer offenen Struktur zusammenkommen. Dabei sollen sowohl Probleme als auch Lösungskompetenzen sichtbar waren – mithilfe von Technologie, die nicht als Kontrollinstrument, sondern als „Transparenz- und Koordinationsschicht“ genutzt wird. Der zweite Ansatz ist die Entwicklung von „Future Skills“ über den Lebenslauf.  Dahinter steht ein Modell für Kompetenzentwicklung – vom Kindergarten über Schule, Ausbildung, Hochschule und Erwerbsarbeit bis zu Weiterbildung oder Umschulung. Dritter Punkt ist die KI-basierte Beratung für kleine und mittelständische Unternehmen, von denen es in Sachsen besonders viele gibt. Hier will SupraTix den Fokus auf die Anschlussfähigkeit legen. KI solle „nicht als isoliertes Tool eingeführt werden, sondern an reale Prozesse, vorhandenes Wissen und konkrete Innovationsbedarfe andocken“. „Technologie ohne Haltung ist nur Beschleunigung. Und Beschleunigung ohne Richtung ist Gefahr. Wenn wir über künstliche Intelligenz sprechen, sprechen wir nicht nur über Technik. Wir sprechen über Macht, Fairness, Transparenz, Zugang, Bildung und die Frage, ob ein Mensch morgen mehr Chancen hat als heute“, betonte Tobias Göcke.

Mit Bildungspreis ausgezeichnet

Die nächsten zehn Jahre bei SupraTix – sie sollen „nicht nur schneller, sondern klüger werden. Nicht nur digitaler, sondern menschlicher. Nicht nur innovativer, sondern wirksamer.“ Das Unternehmen, das 2025 mit dem Deutschen Bildungs-Award ausgezeichnet wurde, arbeitet mit ganz unterschiedlichen Partnern zusammen. „Als Minderheitensprache ist es besonders schwierig, mit dem Fortschritt der digitalen Technologien Schritt zu halten. Daher sind wir sehr dankbar dafür, dass uns durch das Engagement von SupraTix perspektivisch Technologien zur Verfügung stehen, die wir bisher für kaum erreichbar für uns gehalten haben“, sagt etwa Daniel Sobe, Digitalisierungsbeauftragter bei der Stiftung für das sorbische Volk. Und Marina Heimann, Aufsichtsrätin, Strategieberaterin und Business Angel, lobt das Dresdner Unternehmen als „überzeugendes Beispiel für nachhaltige Unternehmensentwicklung“ sowie „eine klare Vision, konsequente Umsetzung und die Fähigkeit, Wirkung über das eigene Geschäftsmodell hinaus zu entfalten.“(an)

Jeannette Göcke und Tobias Göcke haben SupraTix vor zehn Jahren in Dresden gegründet. Foto: PR

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