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Arbeitsmarkt in Dresden: Weniger Arbeitslose, aber auch weniger Beschäftigte

Die schwierige Wirtschaftslage wirkt sich auf den Dresdner Arbeitsmarkt aus. Neue Daten zeigen, dass besonders die Zahl der Beschäftigten im besten Arbeitsalter rückläufig ist.

Lesedauer: 2 Minuten

Sandro Pohl-Rahrisch

Dresden. Die Zahl der Arbeitslosen in Dresden ist im März leicht gesunken. Das teilt die Arbeitsagentur mit. Demnach hatten 22.760 Menschen keinen Job. Das waren 488 weniger als im Februar. Die Arbeitslosenquote ist von 7,3 auf 7,2 Prozent gesunken.

Trotz der leichten Verbesserung steht der Arbeitsmarkt aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage weiter unter Druck. So hatten im März 2025 noch 657 Personen mehr einen Job. Außerdem stagnierte die Zahl der freien Stellen, die im vergangenen Monat neu gemeldet wurden. „Auch wenn die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften diesen Monat etwas nachgelassen hat, haben wir eine hohe Anzahl freier Stellen in nahezu allen Berufsfeldern gemeldet“, sagt Gerlinde Hildebrand, die Chefin der Dresdner Arbeitsagentur. Hier sei die Herausforderung, vorhandene Kompetenzen der Bewerber und Bewerberinnen mit den Anforderungsprofilen der Stellen übereinzubringen.

Die meisten freien Stellen gab es im März bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen sowie im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel und in der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. In Summe waren reichlich 4000 Stellen frei.

Weniger Beschäftigte im besten Arbeitsalter

Darüber hinaus ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten erneut gesunken, zum Beispiel, weil Unternehmen frei gewordene Stellen, etwa durch Renteneintritte, häufig nicht nachbesetzen. „Die neuen Daten aus der Beschäftigtenstatistik zeigen unverhüllt, welche Auswirkungen die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen haben“, schätzt Gerlinde Hildebrand ein.

Dabei habe es den größten Schwund in der Altersklasse der 25-Jährigen bis unter 55-Jährigen gegeben. „Also tatsächlich derjenigen im besten Arbeitsalter.“ Branchenseitig gab es den kräftigsten Beschäftigungsabbau im verarbeitenden Gewerbe (unter anderem Fahrzeugbau und Maschinenbau), in den Bereichen Erziehung und Unterricht, Information und Kommunikation und im Handel.

Mehr Beschäftigte gab es dagegen im Gesundheitswesen und der Energieversorgung. Auch das Sozialwesen, die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, der Bau und das Gastgewerbe zählten mehr Mitarbeiter. In ganz Dresden gingen im vergangenen Monat genau 283.753 Menschen einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit nach.

SZ

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