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Automatisierungsexperte SMC eröffnet Industrial Application Center in Dresden

Mit dem neuen Hub soll die Innovationskraft im Silicon Saxony gestärkt werden.

Lesedauer: 2 Minuten

Zwei Männer stehen auf einem Podium.
Robert Angel, Geschäftsführer von SMC Deutschland und Stefan Voigt, Standortleiter des IAC in Dresden bei der Eröffnung des Industrial Application Center in Dresden hoben bei der Eröffnung des Industrial Application Center in Dresden die Bedeutung moderner Automatisierungs- und Mikroelektroniktechnologien für den Wirtschaftsstandort Sachsen hervor. Foto: SMC

Von Nora Miethke

Dresden. Der Automatisierungsexperte SMC Deutschland GmbH hat Ende Januar  in Dresden ein neues Industrial Application Center (IAC) eröffnet und baut damit seine Präsenz im Technologiecluster Silicon Saxony weiter aus. Auf rund 180 Quadratmetern entsteht ein praxisnaher Co-Creation-Hub, in dem Unternehmen gemeinsam an Automatisierungslösungen für moderne Produktionsprozesse arbeiten können. „Wenn SMC sich entscheidet, an einen Ort zu gehen, dann hat das einen strategischen Charakter und Dresden steht exemplarisch ganz vorn“, betonte Geschäftsführer Robert Angel bei der Eröffnungsfeier in Anwesenheit von Thomas Horn, dem Chef der Wirtschaftsförderung Sachsen, und Frank Bösenberg, Geschäftsführer von Silicon Saxony e.V.

Die SMC Deutschland GmbH mit Sitz in Egelsbach bei Frankfurt am Main ist eine Tochtergesellschaft des japanischen Unternehmens SMC Corporation und seit 1978 in Deutschland tätig.  Die Firma  gehört nach eigenen Angaben zu den führenden Herstellern, Partnern und Lösungsanbietern in der pneumatischen und elektrischen Automatisierungstechnik.

Endanwender an einen Tisch bringen
Im Unterschied zu klassischen Testzentren setzt das IAC auf reale Anwendungsszenarien: Bewegungs- und Steuerabläufe lassen sich direkt demonstrieren, typische Situationen aus dem Produktionsalltag können simuliert werden. Komponenten wie Schaltungen, Zylinder, elektrische Achsen, Sensoren oder Vakuumtechnik werden dabei im Zusammenspiel erlebbar – mit dem Ziel, technische Lösungen schneller und passgenauer zu entwickeln. Als nur ein Beispiel wurde eine Anlage genannt, mit der die Schweizer Ski-Rennfahrer ihre Skier schleifen würden.
SMC will mit dem Zentrum insbesondere Endanwender, Maschinenbauer und eigene Expertinnen und Experten an einen Tisch bringen. Laut Robert Angel sollen Abstimmungsprozesse beschleunigt und der Wissenstransfer gestärkt werden, damit frühe Entscheidungen in Projekten effizienter getroffen werden können. Der Hub in der Dresdner Neustadt sei kein Showroom, sondern vielmehr ein „Beschleuniger“ hieß es.  Man habe sich bewusst in der Dresdner Neustadt niedergelassen, der Ort sei eine Antwort darauf, wie man sich die Nähe zu Kunden und Partnern vorstellt.

Das Dresdner IAC richtet sich an Unternehmen aus verschiedenen Branchen, darunter Halbleiterfertigung, Automotive, Maschinenbau und Lebensmittelverarbeitung. Geplant sind Workshops, Schulungen, Projektbesprechungen und technische Abstimmungen. Das Zentrum ergänzt das bestehende Industrial Application Center am SMC-Hauptsitz in Egelsbach und soll das deutschlandweite Netzwerk anwendungsorientierter Entwicklungsarbeit stärken. Über das weltweite Netzwerk kann SMC Deutschland auf 32 Produktionsstätten , 12.000 Basismodelle und über 700.000 Varianten für branchenspezifische Lösungen zurückgreifen. Betreut wird das IAC von einem Kernteam, das je nach Projekt durch weitere Spezialistinnen und Spezialisten aus der Region unterstützt wird. Zur Eröffnung übergab SMC zudem einen Spendenscheck an den Dresdner Verein „Wegen uns e.V.“, der Pflege- und Adoptivkinder sowie aufnehmende Familien unterstützt.

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