Von David Berndt
Bautzen. In Bautzen haben der Staatssekretär des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL), Sören Trillenberg, Bautzens Landrat Udo Witschas (CDU) und Professor Viktor Mechtcherine von der TU Dresden das Büro des Bundesforschungszentrums Klimaneutrales und Ressourceneffizientes Bauen (BFZ) eröffnet. Damit sei ein erster sichtbarer Schritt getan, sagte Trillenberg.
Das Büro befindet sich in einem Eckhaus an der Theatergasse und Kesselstraße in den Räumen der „denkBar“ der Stadt Bautzen, die am 2. Juli als Teil der interkommunalen Zusammenarbeit des Bundesförderprogramms „STARK“ eröffnet wird. Die Vereinsgründung des BFZ mit Sitz in Bautzen wird allerdings frühestens im September 2026 vollzogen. Das erklärten Vertreter des SMIL am Donnerstagnachmittag in Bautzen. Demnach passiere dies keinesfalls vor der Sommerpause des Bundes.

Quelle: Steffen Unger
Erste Ergebnisse von Tests mit Betrieben
Politisch sei zwar alles klar, sagte SMIL-Staatssekretär Sören Trillenberg. Für jedes der drei Gründungsmitglieder Sachsen, Thüringen und Baden-Württemberg stünde vonseiten des Bundes jeweils eine Million Euro zum Start der sogenannten Etablierungsphase bereit. Aber es fehle noch ein Verwaltungsschritt auf Bundesebene.
Sören Trillenberg verspreche sich vom BFZ Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Bevor der Verein aber nicht gegründet ist, könne das Zentrum die Arbeit noch nicht offiziell aufnehmen. Trotzdem wolle man parallel zu der Büroeröffnung und der Suche nach geeigneten Forschungsstandorten in Bautzen erste Ergebnisse etwa mit gemeinsamen Tests mit Betrieben liefern, erklärte Landrat Udo Witschas.
Lebenszeit von Gebäuden verlängern
Laut Professor Viktor Mechtcherine gehe es zu Beginn vor allem darum, die Lebenszeit von bestehenden Bauwerken für große Zeitabschnitte zu verlängern. „Das BFZ ist das richtige Format, um die Ergebnisse der Forschung in die Praxis zu übertragen.“ Thema des BFZ zu Beginn sei der Transfer von Bestandsgebäuden sowie Kommunen und der Industrie Lösungen für diese Fragen und einen Mehrwert zu bieten. In Bautzen sollen dafür Reallabore entstehen.
Noch könne das BFZ in Bautzen nicht mit der Arbeit für sein komplettes Cluster beginnen. Dazu gehören, mineralische Bauwerke klimaneutral zu erhalten und zu erneuern, Bauprozesse zu automatisieren, zukunftsgerechte mineralisch gebundene Verbundwerkstoffe zu entwickeln sowie die kreislaufgerechte Transformation, indem die Baubranche etwa Gebäudeelemente wiederbenutzt und ohne Verschwendung baut.
SZ


