Von Annett Kschieschan
Dresden. Das Naturkosmetik-Unternehmen Nicama feiert fünfjähriges Bestehen und bringt ein neues Produkt heraus: eine Gesichtsseife Lavendel-Rosmarin mit Wildrosenöl und Heilerde. Gleichzeitig ziehen die Gründer Bilanz – und blicken auf bewegte, aber vor allem erfolgreiche Zeiten zurück. Das Konzept, plastikfreie Alternativen zu herkömmlicher Kosmetik zu entwickeln, traf den Zeitgeist und damit auf wachsendes Kundeninteresse. Heute hat Nicama nach eigenen Angaben 600 Handelspartner in Deutschland, Schweiz und Österreich und wurde mehrfach ausgezeichnet – etwa 2021 mit dem Sächsischen Gründerpreis und dem eku Zukunftspreis des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft. Letzteres erhielt Nicama bereits vier mal.
Praktischer Meeresschutz
Als „entscheidenden Meilenstein“ bezeichnet das Unternehmen selbst die Entwicklung des 1plus1 Meeresschutz-Prinzips: Für jedes verkaufte Produkt werden 100 Gramm Plastik in Küstenregionen gesammelt. Dieses Prinzip sei „transparent, messbar und von jedem Kunden nachvollziehbar“. Bis heute konnten nach Firmenangaben über 33.290 Kilogramm Plastik aus der Umwelt entfernt werden. Das entspricht mehr als 3,2 Millionen Plastikflaschen. Darüber hinaus hat das Team mehrere Elbreinigungen organisiert, unter anderem gemeinsam mit der Naturschutzjugend NAJU und dem Unternehmen Charlotte Meentzen.
Doch es gab auch Hürden. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Inflation führten dazu, dass das ursprünglich 15-köpfige Team deutlich schrumpfte. Inzwischen stehe man aber „so solide wie nie zuvor“ da. Seit zwei Jahren verzeichnet Nicama ein Wachstum, das „deutlich über dem allgemeinen Naturkosmetikmarkt in Deutschland“ liege.


