Neugersdorf. Der Büromöbelhersteller OKA in Neugersdorf war lange Zeit einer der größten Arbeitgeber der Region – die Insolvenz jüngst, der Produktionsstopp und die Entlassung aller Mitarbeiter ein Schock für den Standort. Doch nun, nur wenige Wochen später, verkündet der vom Amtsgericht Dresden bestellte Insolvenzverwalter Nicolas Rebel: Es geht weiter mit der Produktion. Es sei gelungen, den Geschäftsbetrieb der OKA Büromöbel zu sanieren.
„Die Firma OKA zählt zu den führenden Produzenten von hochwertigen Büromöbeln und stattet zahlreiche deutsche und internationale Unternehmen sowie öffentliche Verwaltungen aus“, heißt es vom Insolvenzverwalter zur Marktbedeutung des Unternehmens. Das Unternehmen sei in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten, nachdem der Aufbau eines Werkes in Polen erhebliche Liquidität gebunden hatte.
Letztlich konnte aus dem Kundenumfeld ein Erwerberduo gewonnen werden, das unter neuer Firmierung die bekannten und hochwertigen Büromöbel produzieren wird. – Nicolas Rebel, Insolvenzverwalter
Im Rahmen eines Investorenprozesses sei bereits im April 2026 mit der Investorensuche begonnen worden. „Letztlich konnte aus dem Kundenumfeld ein Erwerberduo gewonnen werden, das unter neuer Firmierung die bekannten und hochwertigen Büromöbel produzieren wird“, teilt Rebel jetzt mit. Und: „Die ‚OKA Neue Büromöbel in Gründung‘ hat den Geschäftsbetrieb der OKA Büromöbel GmbH & Co. KG mit Wirkung zum 1. Juli 2026 im Zuge eines Asset-Deals vollständig übernommen.“
Schnelles Mitarbeiterwachstum erwartet
Zunächst 70 der ehemals über 200 Arbeitsplätze könnten durch die Übernahme erhalten werden. „Dem Standort bleibt zudem ein wesentlicher Arbeitgeber erhalten“, so Insolvenzverwalter Rebel. „Auch für eine tschechische Tochtergesellschaft, die ebenfalls einen Insolvenzantrag gestellt hatte, gebe es wieder eine wirtschaftliche Zukunft.“
Der Geschäftsführer der „OKA Neue Büromöbel“ ergänzt: „Ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit mit einem hoch motivierten Team und einem Neustart mit den bestehenden und treuen Kunden.“ Der Geschäftsführer blickt optimistisch in die Zukunft. Durch Kunden und Händler seien inzwischen Aufträge angekündigt worden. Diese würden die Produktion im 4. Quartal auslasten. Die Mitarbeiterstärke könne so im Verlauf des Jahres voraussichtlich auf 130 Kräfte erhöht werden.
SZ


