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Erzgebirgischer Möbelhersteller Posa ist insolvent

Die Möbel im Dresdner Hotel Mercure-Newa stammen aus dem Erzgebirge: von der Polstermöbelfabrik Posa. Seit Anfang Juni steckt das Unternehmen jedoch im Insolvenzverfahren.
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Eine Frau liegt entspannt auf einer Couch.
Mit einer Insolvenz in Eigenverwaltung versucht der Polstermöbelhersteller Posa, wieder in die Spur zu kommen.

Marienberg/Chemnitz. Der erzgebirgische Polstermöbelhersteller Posa Möbelsysteme GmbH & Co. Vertriebs-KG in Satzung bei Marienberg steckt in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das Amtsgericht Chemnitz eröffnete zu Monatsbeginn ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung und terminierte eine Gläubigerversammlung für den 31. August.

Geschäftsführer Thomas Mehnert hatte das Verfahren bereits im April beantragt. „Ich wollte damit unbedingt einer Betriebsschließung zuvorkommen“, sagte der 55-Jährige seinerzeit der Tageszeitung Freie Presse. In einer Insolvenz in Eigenverwaltung hat er die Möglichkeit, das Unternehmen gemeinsam mit vom Gericht eingesetzten Sachverwalter und Sanierungsexperten weiterzuführen. Bereits 2020 wies seine Firma mit rund 30 Beschäftigten eine Überschuldung von 124.000 Euro aus. Mehnert, ein gelernter Kfz-Meister, hatte die Posa Möbelysteme Ende 1993 gegründet.

Der Freien Presse sagte er, die Turbulenzen hätten mit der Coronakrise begonnen. Die Umsätze seien unter anderem wegen der Schließung der Möbelhäuser eingebrochen. Erschwerend komme seit 2022 hinzu, dass beim Kauf von Möbeln aufgrund von Energiekrise und Inflation gespart werde, gleichzeitig aber die Kosten für Rohstoffe, Energie und Transport deutlich gestiegen seien.

Zu den Posa-Referenzen gehören etwa die Möbel in den Hotels Am Fichtelberg, Sack in Jena, Mercure in Chemnitz oder Mercure-Newa in Dresden.

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