Suche
Suche

Innerdeutsche Flüge werden in der Lausitz koordiniert

Die Fluggesellschaft Uniqon verbindet ab sofort Berlin und Friedrichshafen. Gesteuert wird das operative Geschäft in Welzow.

Lesedauer: < 1 minute

Eine Gruppe Menschen steht vor einem Flugzeug.
Das Unternehmen Air Uniqon verbindet den Flughafen Berlin Brandenburg (BER) ab sofort viermal wöchentlich mit Friedrichshafen in Baden-Württemberg am Bodensee. Gesteuert wird das operative Geschäft von Welzow aus. Foto: Günter Wicker/FBB

Welzow. In dieser Woche wurde die innerdeutsche Flugverbindung zwischen dem Flughafen Berlin Brandenburg (BER) und Friedrichshafen am Bodensee aufgenommen und damit gleichzeitig der Startschuss für den Neuaufbau eines innerdeutschen Streckennetzes gegeben. Gesteuert wird dieser von der Lausitz aus, konkret vom Verkehrslandeplatz Welzow. Die junge Fluggesellschaft Air Uniqon verbindet den Flughafen Berlin Brandenburg viermal wöchentlich mit Friedrichshafen. Damit gibt es erstmals seit rund zehn Jahren wieder eine direkte Luftverbindung zwischen Berlin-Brandenburg und einer der innovationsstärksten Wirtschaftsregionen Süddeutschlands. Das Angebot ist gezielt auf Geschäftsreisende ausgerichtet. Air Uniqon wurde mit Unterstützung der regionalen Wirtschaft am Flughafen Friedrichshafen gegründet und arbeitet als virtuelle Airline mit einer Partnergesellschaft. Zum Einsatz kommen Turboprop-Maschinen vom Typ Bombardier Dash, die speziell für regionale Geschäftsverkehre ausgelegt sind. Das operative Betriebscenter der Airline befindet sich am Flugplatz Welzow. Hier werden zentrale Funktionen gebündelt – von der Einsatzplanung über die operative Steuerung bis zur organisatorischen Weiterentwicklung des Flugbetriebs, heißt es in einer Presseinformation.

Auch touristisches Potenzial

„Dass sich Air Uniqon mit seinem Betriebscenter für Welzow entschieden hat, ist ein starkes Signal für den Wirtschaftsstandort“, sagt Heike Gensing von der CIT Wirtschaftsförderung, die die Ansiedlung in Welzow begleitet hat. „Hier entsteht keine symbolische Adresse, sondern reale Kompetenz vor Ort. Das ist ein erster Aufschlag, um den Standort perspektivisch zu erweitern und besser anzubinden. Das schafft qualifizierte Arbeitsplätze, Know-how und Entwicklungsperspektiven – und genau das brauchen Regionen im Strukturwandel.“ Aus Sicht der Wirtschaftsförderung hat Welzow Potenzial: für die Weiterentwicklung luftfahrtbezogener Dienstleistungen, für angrenzende technische und logistische Kompetenzen sowie für zusätzliche Wertschöpfungseffekte in der Lausitz. Der Standort verfügt demnach über „klare luftfahrttechnische Alleinstellungsmerkmale“, zum Beispiel hohe zugelassene Startgewichte, eine leistungsfähige Start- und Landebahn, vorhandene Servicetechnik wie Tankanlagen sowie die unmittelbare Nähe zum Wasserlandeplatz. Diese Kombination schaffe besondere wirtschaftliche, aber auch touristische Entwicklungsperspektiven, heißt es weiter. (WiS)

Das könnte Sie auch interessieren: