Chemnitz/Düsseldorf. Das bei Geschäftsreisenden und Touristen beliebte Schlosshotel in Klaffenbach bei Chemnitz hat einen neuen Eigentümer. Es gehört nun der Primaro Holding GmbH mit Sitz in Düsseldorf. Das teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Angaben zum Kaufpreis wurden nicht gemacht.
Die erst im Februar dieses Jahres gegründete Holding gehört dem 57 Jahre alten Kroaten Petar Marovic, er lebt in Werder an der Havel. Ebenso wie seine Frau Darija arbeitet er als Partner bei einem auf Firmenübernahmen spezialisierten Beratungsunternehmen.

Quelle: PR
2015 hatte Marovic die Havelländische Zink-Druckguss GmbH & Co. KG (HZD) übernommen. Ein Jahr später zeichnete ihn die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als Bundessieger in der Kategorie „Gründer-Champions“ aus. 2019 ging die HZD jedoch in die Insolvenz, konnte saniert werden und ist heute noch im Geschäft.
Nun steigt der Kroate in die Hotellerie ein. Er plane, „das Profil des Hauses in Klaffenbach weiter zu schärfen und gezielt auszubauen“, heißt es in der Mitteilung. Dabei soll „die besondere Atmosphäre des historischen Anwesens“ gewahrt werden. Das Hotel liegt in unmittelbarer Nähe des Klaffenbacher Renaissance-Schlosses am Flüsschen Würschnitz.
Die besondere Atmosphäre des historischen Anwesen soll gewahrt werden. – Petar Marovic, neuer Eigentümer des Wasserschlosshotels Klaffenbach
Die bisherigen Betreiber Silke und Ralf Langer (55) aus Nobitz im Altenburger Land hatten das Hotel 17 Jahre lang geführt: erst als Direktoren, dann mit einer eigenen Gesellschaft. Der Gewinn ihrer Wasserschloss Klaffenbach Schlosshotel GmbH betrug 2024 rund 160.000 Euro. Der Betriebsübergang werde für Gäste und Geschäftspartner „reibungslos gestaltet“, hieß es. Auch in der Belegschaft seien keine Änderungen vorgesehen.
Die Langers erklärten, die Entscheidung, ihr Unternehmen zu verkaufen, sei ihnen nicht leichtgefallen. „Gleichzeitig sind wir überzeugt, mit dem neuen Betreiber den richtigen Partner für die Zukunft des Hotels gefunden zu haben.“ Man werde die Übergabe in den kommenden Wochen begleiten.
SZ


