Von Matthias Klaus
Der Geschäftsbetrieb bei der Telux Glasproducts & Components GmbH läuft aktuell uneingeschränkt weiter. Das teilt der vorläufige Insolvenzverwalter mit. Das Unternehmen hatte am 9. Juli beim zuständigen Amtsgericht Dresden die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. Rechtsanwalt Heiko Schaefer von der Restrukturierungskanzlei BBL wurde zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.
Von der Insolvenz sind 16 Mitarbeiter betroffen. Die Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden sind für drei Monate über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeitgesichert.
Sanierungschancen werden geprüft
Gemeinsam mit seinem Team habe Rechtsanwalt Schaefer damit begonnen, sich einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche Lage sowie die internen Abläufe zu verschaffen, um Sanierungschancen auszuloten.
Die Telux Glasproducts & Components GmbH mit Sitz in Weißwasser ist ein Unternehmen der Glasindustrie und hauptsächlich mit der Produktion von Rohstoffgemischen für die Glasherstellung befasst. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Gläser und Glaszusammensetzungen auf Basis physikalischer und chemischer Anforderungen, die durch die Kunden vorgegeben werden.
Umsatzrückgang seit 2025
Seit 2025 verzeichnet das Unternehmen einen Umsatzrückgang. Dieser beruht im Wesentlichen auf einem gesunkenen Auftragsvolumen von einem langjährigen Kunden aus dem Bereich der Zulieferindustrie für die Automobilbranche. Auch ein größerer Forderungsausfall wirkte sich demnach negativ auf die wirtschaftliche Situation aus. Im letzten Geschäftsjahr konnte das Unternehmen noch einen Umsatz in Höhe von rund 3,9 Mio. Euro generieren.
BBL gehört seit vielen Jahren zu den bundesweit führenden Kanzleien mit Fokus auf Sondersituationen – Restrukturierung, Sanierung und Insolvenz. Mit mehr als 200 Mitarbeitenden, darunter 50 Anwältinnen und Anwälten, ist die Kanzlei deutschlandweit präsent, zudem gibt es ein Büro in London.
SZ


