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Sachsen-Energie übernimmt sächsischen Solar-Experten Sunstrom

Der größte ostdeutsche Kommunalversorger will bis 2040 vier bis fünf Terawatt-Stunden grüne Energieerzeugung aufbauen. Dazu braucht er Unterstützung.

Lesedauer: 2 Minuten

Man sieht eine Solarzelle.
Sachsen-Energie-Chef Dr. Frank Brinkmann (l.) und Sunstrom-Chef Reiner Matthees verfolgen ein gemeinsames Ziel - die Energiewende in Sachsen. www.loesel-photographie.de Foto:Jürgen Lösel © Jürgen Lösel

Von Nora Miethke

Die Sachsen-Energie will das Geschäftsfeld Erneuerbare Energie ausbauen und kauft sich dafür notwendige Expertise ein. Der größte ostdeutsche Kommunalversorger übernimmt den sächsischen Solarexperten Sunstrom GmbH. Am Freitag wurden die Kaufverträge in Dresden unterschrieben.

Der Komplettanbieter von Solarstromanlagen mit Sitz in Dresden und der Kommunalversoger haben nach eigenen Angaben schon mehr als 100 PV-Projekte gemeinsam realisiert. Die Übernahme sei ein strategischer Schritt, um den Ausbau von Solarstromanlagen zügig und langfristig voranzubringen.

„Mit Sunstrom haben wir Experten für Planung, Errichtung und Sanierung von PV-Anlagen an unserer Seite, die wie wir in Sachsen verankert sind und langjährige Erfahrung mitbringen. Gemeinsam haben wir die Kraft, für Industrie und Wirtschaft noch effektivere Dekarbonisierungslösungen zu entwickeln“, betont Sachsen-Energie-Chef Frank Brinkmann. Das Unternehmen hat zum Jahresbeginn seine strategische Ausrichtung mit dem Geschäftsbereich Naturkraft auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien fokussiert. „Diesen Weg gemeinsam mit der SunStrom GmbH zu gehen, ist ein logischer Schritt“, ergänzt Brinkmann.

Sachsen-Energie übernimmt 97 Prozent der Anteile der Sunstrom GmbH. Drei Prozent werden zukünftig vom bestehenden Management-Team um den Unternehmensgründer Reiner Matthees gehalten. An der Unternehmensstruktur und der Firmierung soll sich nichts ändern. Martin Schramm, Leiter der Projektentwicklung im Geschäftsfeld Naturkraft bei Sachsen-Energie, steigt als Geschäftsführer bei Sunstrom ein: „Die gemeinsamen Projekte haben gezeigt, dass wir gut zusammenpassen und voneinander profitieren“, meint er.

Sunstrom konzentriert sich auf sächsische Projekte

Sunstrom wurde im Jahr 2000 in Dresden gegründet und ist derzeit vorwiegend in Sachsen mit 48 Mitarbeitenden aktiv. Über 5.100 Solarstromanlagen auf Dächern oder in der Fläche hat der Komplettanbieter schon realisiert wie etwa auf den Dächern der Deutschen Werkstätten Hellerau, der BMW Welt in München und des Bundeskanzleramtes in Berlin. Das Wort „Dresden“, gebildet aus Solarmodulen, ist aus der Luft auf dem Congress-Center gut sichtbar.

Neben diesen großen Referenzkunden kann die Firma auf Solarparks in Sachsen und Deutschland sowie zahlreiche Dachanlagen für Einfamilienhäuser verweisen. „Dank und mit unserem bisherigen Gesellschafter konnten wir in den vergangenen Jahren viele tolle PV-Anlagen deutschlandweit realisieren“, sagt Geschäftsführer und Grüner Reiner Matthees.

Aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage hätte sich Sunstrom jedoch in den letzten drei Jahren stark auf regionale Projekte fokussiert. Deshalb freue er sich, mit der Sachsen-Energie nun einen regionalen Gesellschafter zu haben, „mit dem wir die Energiewende vor allem in unserer Heimat weiter vorantreiben werden.“ Seit Sommer 2018 war die Naturstrom AG hundertprozentige Eigentümerin von Sunstrom.

Ziel der Sachsen-Energie ist es, bis 2040 vier bis fünf Terawattstunden grüne Energieerzeugung aufzubauen. Derzeit betreibt Sachsen-Energie landesweit 26 Windenergieanlagen in sechs Windparks mit rund 67 Megawatt Gesamtleistung. Die Energie der Sonne wird aktuell mit 51 PV-Anlagen der SachsenEnergie mit insgesamt 17,4 MWp Leistung für die Stromerzeugung nutzbar gemacht. Jährlich investiert der Kommunalversorger 100 Millionen Euro in den Ausbau der Erneuerbaren Energien.

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