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Studie: Mehr Rabatt bei Verbrennern und Preisschock bei E-Autos

Ausgerechnet zur IAA gerät die deutsche Verkehrswende ins Stocken. Während die Förderung elektrischer Antriebe abnimmt, drücken die Hersteller mit Rabatten verstärkt Verbrenner in den Markt.

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Man sieht das Gelände eines Autohauses.
Neuwagen stehen auf dem Gelände eines Autohauses: Die Hersteller drücken mit Rabatten verstärkt Verbrenner in den Markt. © dpa/Hendrik Schmid

Duisburg/FrankfurtUnmittelbar vor der Autoschau IAA in München haben viele Hersteller bei ihren Verbrennermodellen höhere Kaufanreize gesetzt. Gleichzeitig droht laut der regelmäßigen Marktstudie des Duisburger CAR-Instituts bei E-Autos ein Preisschock, weil der deutsche Staat zum Jahreswechsel seine Subventionen kürzt.

Nur noch 3.000 statt 4.500 Euro „Umweltprämie“ gibt es ab dem 1. Januar 2024 für Privatkäufer kleinerer E-Autos, was viele Hersteller wegen ihrer langen Lieferfristen bereits in ihre aktuellen Angebote einrechnen, beschreibt Studienleiter Ferdinand Dudenhöffer die Lage. Unternehmen können bereits ab dem 1. September 2023 gar keine Umweltprämie mehr für ihre Neuwagenkäufe erhalten.

Derzeit sei zwar unter anderem der VW-Konzern noch in der Lage, bestimmte Modelle innerhalb dieses Jahres zu den alten, günstigeren Förder-Konditionen zu liefern. Doch schon bald dürfte Tesla nach Dudenhöffers Einschätzung eine neue Preissenkungsrunde einläuten, was wiederum zu deutlichen Gewinneinschnitten insbesondere bei den deutschen Herstellern führen werde.


Gemessen an den Kaufanreizen müssten sich die Konsumenten derzeit ohnehin auf die herkömmlichen Verbrennermodelle konzentrieren. Die 30 gefragtesten Modelle wurden laut Studie im August mit einem durchschnittlichen Preisnachlass von 17,8 Prozent angeboten, dem höchsten Rabatt seit zwei Jahren. Gleichzeitig haben die Hersteller ihre eigenen Rabatte für E-Autos innerhalb eines Monats von 9,3 Prozent auf 8,7 Prozent der Listenpreise zurückgefahren. (dpa)

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